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Slant Directional Drilling - SDD

Direkt zum Ziel – Bohrverfahren zur effizienten Erschließung von Öl- und Gasvorkommen

________________ Die zuverlässige Versorgung der Weltwirtschaft mit Erdöl und Erdgas zur Energiegewinnung oder als Rohstoff für eine Vielzahl von Produkten hängt von der technischen Erschließbarkeit der Vorkommen und von regionalen und weltweiten politischen Entwicklungen ab. Um die Abhängigkeit von konventionellen Erdöl- und Erdgasvorkommen zu verringern, fokussiert die Industrie verstärkt alternative Quellen, beispielsweise kleineren Vorkommen und unkonventionell gewinnbaren Öle und Gase.

Die Stärken aus Horizontal- und Vertikalbohrtechnik für die Öl- und Gasförderung.

Herrenknecht entwickelte für die Erschließung oberflächennaher konventioneller oder unkonventioneller Öl- und Gasvorkommen (onshore) das Bohrverfahren Slant Directional Drilling (SDD). Es vereint Technologie und Vorteile der bewährten Verfahren Horizontal Directional Drilling (HDD, Eintrittswinkel zwischen 8 und 18 Grad) und Vertical Directional Drilling (VDD, Eintrittswinkel 90 Grad) und kann bis zu einer maximalen Teufe von 1.700 Metern eingesetzt werden. Bei beiden Bohrtechnologien verfügt Herrenknecht über eine ausgezeichnete Expertise aufgrund jahrelanger Erfahrung in der Entwicklung und im erfolgreichen Projekteinsatz. Die Entwicklung von SDD bediente sich bei Maschinentechnik und Modularität vor allem im Bereich des Horizontalbohrens, bei Anlagen- und Bohrlochsicherheit hingegen im Bereich der Vertikalbohrtechnik.

Flexibilität, Kraft, Präzision, Mobilität

Die möglichen Eintrittswinkel des SDD-Rigs von Herrenknecht liegen zwischen 8 und 90 Grad.

Das herausragende Merkmal der SDD-Rigs von Herrenknecht ist der extrem große Bereich möglicher Eintrittswinkel: Er reicht von sehr flachen 8 Grad bis zu vertikalen 90 Grad, wodurch sehr schnell die nötige Teufe erreicht wird. Vorkommen in geringeren Tiefen können beispielsweise bei einem Eintrittswinkel von 30 Grad in kürzerer Zeit erreicht werden, da hier eine schnelle horizontale Ablenkung für die Weiterbohrung möglich ist.

Herrenknecht entwickelte für die Erschließung oberflächennaher konventioneller oder unkonventioneller Öl- und Gasvorkommen (onshore) das Bohrverfahren Slant Directional Drilling (SDD).

Ausgestattet mit einer hohen Schubkraft stellen oberflächennahe Bohrungen mit langen horizontalen Sektionen kein Problem dar. Das leistungsfähige Hydrauliksystem erlaubt im laufenden Bohrbetrieb entsprechend den aktuellen Projektgegebenheiten, alle Betriebsparameter präzise und stufenlos zu justieren, wie zum Beispiel Kraft, Drehmoment und Geschwindigkeit. Das Pipe-Handling-System führt die Bohrgestänge schnell und sicher zu. Der Zahnstangenantrieb („rack and pinion drive“) ermöglicht deutlich längere horizontale Auslenkungen als konventionelle Vertikalbohr-Rigs mit Seilzug. Durch das Raupenfahrwerk verfügt die Anlage über eine gute Mobilität, die einen schnellen Wechsel zwischen Bohr-Lokationen eines Vorhabens erleichtert.

Mit SDD ohne Umwege zum Energielager

Das SDD-Rig von Herrenknecht ist optimal geeignet für die Erschließung von Coal Seam Gas (CSG, deutsch Flözgas) oder Ölsanden, die beispielsweise in den USA und Australien mittlerweile einen bedeutenden Anteil am nationalen Fördervolumen aufweisen.

Konventionelle Verfahren müssen hier zuerst eine vertikale Bohrung abteufen, gefolgt von einer zweiten Bohrung, die horizontal der Kohleschicht folgt. Je nach Projektgegebenheit muss dieses Verfahren mehrmals wiederholt werden. SDD erlaubt mit Eintrittswinkeln zwischen 8 und 90 Grad hingegen, schnell auf die benötigte Tiefe zu bohren und dieselbe Bohrung direkt anschließend horizontal abzulenken. Mit dem leistungsstarken Zahnstangenantrieb bohrt das SDD-Rig signifikant längere horizontale Auslenkungen und steigert damit den Wirkungsgrad der Bohrung im Vergleich zu konventionellen Rigs mit Seilzug.

Weitere Anwendungsoptionen

SDD-Rigs von Herrenknecht spielen neben Öl- und Gasprojekten überall dort ihre Stärken aus, wo bei Bohrvorhaben Eintrittswinkel projektspezifisch und flexibel angepasst werden müssen: bei Outfall- und Intake-Bohrungen im Wasser- und Abwasserbereich oder bei kleinen Wasserkraftwerken. Ein relativ neues Anwendungsfeld stellt die Erschließung von Erdwärme oder Geothermie dar, die beispielsweise zur Beheizung und Kühlung von Wohn- und Industriegebäuden oder Gewächshäusern und zur Erzeugung von elektrischem Strom benutzt wird. Bei Bedarf übernehmen SDD-Rigs auch die Rolle eines klassischen HDD-Rigs.

  • Bohrverfahren zur wirtschaftlichen Erschließung von oberflächennahen Öl- und Gasvorkommen bis in 1.700 m Tiefe
  • Technologiefusion aus HDD und VDD
  • Bohreintrittswinkel von 8 bis 90 Grad
  • Leistungsstarker Zahnstangenantrieb für hohe Bohrpräzision
  • Stufenlos und präzise justierbare Hydraulik
  • Raupenfahrwerk
  • Tripping Speed: bis zu 230 m/h
  • Explosionsgeschützt nach RL 2014/34/EU

+ Höherer Wirkungsgrad als konventionelle Bohrverfahren
+ Innovatives Verfahren basierend auf bewährter Technologie
+ Deutlich längere Auslenkungsbohrungen
+ Hohe Mobilität
+ Weltweiter Service und Support

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