zur Startseite zum Seitenanfang zur Suche zur Sitemap zum Inhalt der aktuellen Seite Kontakt

Slant Directional Drilling - SDD

Direkt zum Ziel – Bohrverfahren zur effizienten Erschließung von Öl- und Gasvorkommen

________________ Das gestiegene Ölpreisniveau sowie die rückläufige Ölförderung wichtiger Förderländer lassen immer wieder die Sorge einer Verknappung des Ölangebotes aufkommen. In wissenschaftlichen Kreisen und in der Öffentlichkeit wird stark darüber diskutiert, welche Auswirkungen ein nahendes Fördermaximum mit sich bringen wird. Dabei geht es wirtschaftlich nicht mehr nur um die Erschließung großer konventioneller Vorkommen, sondern auch die vielen kleineren Vorkommen und unkonventionell gewinnbaren Öle und Gase rücken zunehmend in den Fokus.

Die Stärken aus Horizontal- und Vertikalbohrtechnik für die Öl- und Gasförderung.

Baustelleneinrichtung SDD

Für die Erschließung erdnaher-, konventioneller- oder unkonventioneller Öl- und Gasvorkommen wurde mit Slant Directional Drilling ein alternatives Bohrverfahren entwickelt. Das Ergebnis ist eine Symbiose aus den beiden bekannten Bohrverfahren Horizontal- (HDD) und Vertical Directional Drilling (VDD) dar. Während der Eintrittswinkel bei HDD zwischen 8 Grad und 18 Grad liegt, beträgt er bei VDD 90 Grad zur Erdoberfläche. Beide Bohrtechniken werden bei Herrenknecht seit Jahren erfolgreich im Maschinenbau umgesetzt. Während die Maschinentechnik und die Modularität aus dem Bereich des Horizontalbohrens gewählt wurden, liegt der Fokus in Bezug auf Anlagen- und Bohrlochsicherheit im Bereich der Vertikalbohrtechnik.

Mit einem Eintrittswinkel zwischen 8 Grad und 90 Grad zur Horizontalen kann schnell auf die nötige Teufe gebohrt werden. Vorkommen in geringen Tiefen können beispielsweise bei 30 Grad  schnell erreicht werden, der Winkel ermöglicht eine schnelle horizontale Ablenkung für die Weiterbohrung.

Mit SDD ohne Umwege zum Energielager

Ein wichtiges Einsatzgebiet stellt das Coal-Seam-Gas dar (kein Fracking). Die USA und Australien betreiben dies schon im großen Stil und erzielen dadurch große Teile ihres Gasbedarfs. Anstelle vieler vertikaler Bohrungen in die horizontal liegenden Kohleflöze kann mit SDD schnell auf die entsprechende Tiefe abgeteuft und anschließend horizontal abgelenkt werden. Somit kann man der entsprechenden Bodenschicht folgen und in dieser bohren. Da wie bei HDD-Rigs ein Rack & Pinion (Zahnstangenantrieb) verwendet wird, ist man in der Lage zusätzlich zum Gewicht des Bohrstrangs diesen zu drücken. Damit lassen sich deutlich längere horizontale Auslenkungen erreichen als mit konventionellen vertikalen Rigs mit Seilzug. Je länger man in der entsprechenden Formation bohren kann, desto höher der Wirkungsgrad der Bohrung.

Bei CSG Bohrungen sind zwei Bohrungen üblich (Surface to In-Seam Drilling). Eine, die wie beschrieben der entsprechenden Kohleschicht folgt und eine vertikale Bohrung, welche die Horizontale kreuzt. Mit der Entwicklung eines Rigs für den Einsatz zwischen 8 bis 90 Grad wurde die Möglichkeit geschaffen beide Bohrungen mit einer Anlage durchzuführen.

Related content
Erfahren Sie mehr über zugehörige Produkte und Projekte aus der Herrenknecht-Welt
EPB-Schild

EPB-Schild

Innovativ und hundertfach bewährt: EPB-Schilde von...
Eisenbahn

Eisenbahn

Vortriebstechnik von Herrenknecht stellt...
Suez Canal Crossing

Suez Canal Crossing

Der Suezkanal ist nicht mehr nur als Einbahnstraße...
Daten werden geladen
Daten werden geladen