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Neuigkeiten, Termine und Hintergrund zu Herrenknecht

Umwelttechnikpreis für innovatives Verfahren E-Power Pipe®

________________ Bis 2025 sollen im Rahmen des geplanten Netzausbaus rund 2.400 Kilometer neuer Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen (HGÜ), vorrangig als Erdkabel, entstehen. Mit dem Verfahren E-Power Pipe® zur grabenlosen Verlegung von Erdkabeln hat Herrenknecht eine innovative Technologie entwickelt, die gegenüber konventionellen Methoden deutliche Vorteile bietet. Dafür wurde das Unternehmen am 13. Juli 2017 in Fellbach bei der Verleihung des Umwelttechnikpreises Baden-Württemberg mit dem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet.

13. Juli 2017 Schwanau / Fellbach, Deutschland. Der Tunnelspezialist Herrenknecht hat gemeinsam mit dem Netzbetreiber Amprion sowie der RWTH Aachen die innovative Microtunnelling-Technologie E-Power Pipe® konzipiert. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Das neue Verfahren kombiniert bewährte Bohrtechnologien und entwickelt diese zielführend weiter, sodass Erdkabel zukünftig grabenlos sowie oberflächennah in zwei bis vier Metern Tiefe über lange Strecken und mit minimalem Eingriff in die Landschaft verlegt werden können. Für diese weitestgehend vollautomatisierte Bohrtechnik wird Herrenknecht der Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg verliehen.

Herrenknecht-Vorstandsmitglied Ulrich Schaffhauser hat am 13. Juli in Fellbach bei der Verleihung des Umwelttechnikpreises Baden-Württemberg den Sonderpreis der Jury entgegengenommen.

Vorstandsmitglied Ulrich Schaffhauser hat den Preis im Namen des Unternehmens entgegengenommen. „Wir freuen uns ganz besonders über die Auszeichnung mit dem Sonderpreis der Jury. Das Verfahren E-Power Pipe® ist eine bodenschonende Alternative, das seinen Teil zur Umsetzung der Energiewende beitragen kann. Es schließt eine technische Lücke,“ betonte der verantwortliche Herrenknecht-Vorstand für die Geschäftsbereiche Utility Tunnelling, Mining und Exploration.

Illustration des innovativen E-Power Pipe® Verfahrens zur grabenlosen Verlegung von Erdkabel-Schutzrohren auf langen Strecken und mit kleinen Durchmessern, das gleichzeitig die Landschaft schont.

Im Gegensatz zur offenen Bauweise zeichnet sich das neue Verfahren durch zahlreiche Vorteile aus: Da E-Power Pipe® die Eingriffe an der Oberfläche deutlich reduziert, werden künftig auch in diesem kleinen Durchmesserbereich längere Abschnitte ohne offene Gräben verlegt werden können. Erdbewegungen sind nur im Bereich der Kabelverbindungsstellen erforderlich. Beeinträchtigungen für Mensch und Umwelt werden damit so gering wie möglich gehalten, sodass die Akzeptanz für den Ausbau der notwendigen Trassen erhöht wird.

Die eingesetzte Vortriebsmaschine AVNS 350XB mit einem Bohrdurchmesser von 505 Millimeter ist auf Haltungslängen von bis zu 1.500 Metern ausgelegt. Eine Steuersoftware stellt die präzise Lagegenauigkeit des verlegten Schutzrohres in jeder Geologie sicher, sodass auch bestehende Infrastrukturen wie Rohrleitungen, Straßen, Schienen oder kleinere Gewässer problemlos unterquert werden können. Die komplett ferngesteuerte Vortriebsmaschine ist mit einer Strahlpumpe als Förderpumpe sowie mit einem integrierten Hydraulikaggregat und verbesserten Steuerungs- und Navigationssystemen ausgestattet. Durch den Einsatz einer Jetpump-Fördertechnik für das Abraummaterial können nun im kleinen Durchmesserbereich bis zu 10-fach längere Vortriebslängen als bisher und mit einer höheren Geschwindigkeit von bis zu 10 Metern in der Stunde realisiert werden.

Durchstich in Borken: Die neue Verlegetechnik E-Power Pipe® hat im Frühjahr 2017 bei einem Pilotprojekt den Praxistest erfolgreich bestanden.

Bereits im Frühjahr 2017 konnte Herrenknecht bei einem Pilotprojekt in Borken die Leistungsfähigkeit von E-Power Pipe® mit Tagesbestleistungen von 126 Metern Vortrieb und 266 Metern beim Rückzug des Schutzrohres unter Beweis stellen. Drei parallele Bohrungen mit je 300 Metern Länge in geringer Tiefenlage wurden für die Verlegung von HDPE-Rohren für den späteren Kabeleinzug durchgeführt. Aufgrund der Erkenntnisse konnten Optimierungen wie ein Kreiselkompass, ein weiteres Steuergelenk für Kurvenfahrten sowie verbesserte Verbindungen der Stahlvortriebsrohre für kürzere Koppelzeiten umgesetzt werden. Die Markteinführung der Technologie ist noch für diesen Sommer geplant.

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg vergibt alle zwei Jahre den Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg für innovative Produkte und Verfahren in der Umwelttechnik. Der Sonderpreis der Jury orientiert sich an aktuellen umweltpolitischen Herausforderungen und technischen Erfordernissen.

Offizielle Meldung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg:

Informationen zum Umwelttechnikpreis

Auszeichnung E-Power Pipe®

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