
50 Jahre Hightech in Action
Mit rund 2.300 Gästen hat die Herrenknecht AG am vergangenen Samstag ihr 50-jähriges Firmenjubiläum gefeiert. In der Baden-Arena Offenburg standen dabei vor allem diejenigen im Mittelpunkt, die den Erfolg des Unternehmens tragen: Mitarbeitende aus aller Welt, langjährige Partner sowie Wegbegleiter aus Wirtschaft und Politik.
6. Juli 2026, Schwanau / Offenburg, Deutschland 1975 begann alles mit der Vision eines jungen, ambitionierten Ingenieurs: den Tunnelbau technologisch neu zu definieren. Martin Herrenknecht wollte Maschinen entwickeln, die leistungsfähiger, sicherer und zuverlässiger arbeiten als alles, was es bis dahin gab. Aus dieser Idee entstand zunächst ein Ingenieurbüro in Lahr und wenig später – 1977 – das Maschinenbauunternehmen Herrenknecht GmbH, das 1980 von Lahr nach Schwanau-Allmannsweier umzog. Dass das Unternehmen sein 50-jähriges Jubiläum im Jahr 2026 feiert, ist dabei ganz im Sinne des Gründers und Vorstandsvorsitzenden der heutigen Herrenknecht AG: pragmatisch entschieden – und einfach gemacht.
Das Unternehmen wuchs schnell, weil es ein konkretes Problem löste: Der Bedarf an leistungsfähiger Infrastruktur im Untergrund stieg weltweit – und Herrenknecht lieferte mit innovativer Technologie die passenden Lösungen. Früh suchte Martin Herrenknecht den engen Austausch mit seinen Kunden, griff Anforderungen und Optimierungsvorschläge direkt auf und übersetzte sie mit seinem Team in technische Neuerungen. Aus kleinen Anfängen entstand so Schritt für Schritt ein weltweit tätiges Unternehmen mit eigener Fertigung, wachsendem Team und immer anspruchsvolleren Projekten.
Heute steht Herrenknecht für Tunnelvortriebstechnologie auf höchstem Niveau – mit rund 5.000 Mitarbeitenden weltweit, einem einzigartigen Portfolio und der Erfahrung aus komplexen, oft wegweisenden Projekten rund um den Globus. „Wir haben die Grenzen des Machbaren immer wieder verschoben und Lösungen entwickelt, die auch unter schwierigsten Bedingungen funktionieren. Das erfordert unternehmerischen Mut, technisches Know-how und den festen Willen, Dinge möglich zu machen“, erklärt Dr.-Ing. E.h. Martin Herrenknecht anlässlich des Jubiläums. „Vor allem aber wäre all das ohne unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – am Standort Schwanau und weltweit, viele davon seit Jahrzehnten Teil unseres Unternehmens – undenkbar. Wenn ich diesen gemeinsamen Willen spüre, bin ich sicher, dass wir das vermeintlich Unmögliche möglich machen können. Dafür werde ich immer dankbar sein.“
Eine Jubiläumsgala im Zeichen von Pioniergeist und Teamspirit
Diesen Dank – auch an langjährige Wegbegleiter – brachte das Unternehmen am Samstag in der Baden-Arena Offenburg zum Ausdruck. Unter dem Motto „Celebrating Progress – 50 Jahre Hightech in Action“ fand dort eine internationale Jubiläumsgala statt. Unter den rund 2.300 Gästen waren neben zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus aller Welt auch langjährige Partner sowie Vertreter aus Wirtschaft und Politik, unter ihnen der frühere Ministerpräsident Baden-Württembergs und heutige stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Herrenknecht AG, Günther H. Oettinger, sowie Innenminister MdL Manuel Hagel und Landwirtschaftsministerin MdL Marion Gentges als Vertreter der Landesregierung.
Durch den Abend führte Moderatorin Barbara Schöneberger. Sie nahm die Gäste mit auf eine Reise durch fünf Jahrzehnte Unternehmensgeschichte: Zahlreiche filmische Einspieler zeichneten den Weg des Unternehmens von den Anfängen bis zur globalen Präsenz mit heute über 60 weltweiten Konzern-Standorten nach. Rund 50 aktuelle und ehemalige Mitarbeitende kamen dabei zu Wort und machten deutlich, was den Erfolg von Herrenknecht ausmacht: ihr Einsatz, ihr Know-how und ihr Teamgeist.
Musikalische und künstlerische Programmpunkte – unter anderem mit ABBAMania, Vanessa Mai, Illusionist Enzo Weyne sowie einem hochkarätigen Ensemble internationaler Artisten und Tänzer – griffen diese Zeitreise auf und sorgten für eindrucksvolle Momente und beste Unterhaltung. Viele Lacher im Publikum gab es beim an die TV-Show angelehnten „Herrenknecht Familienduell“, in dem Martin Herrenknecht und der erweitere Vorstand – bestehend aus Martin-Devid Herrenknecht, Michael Sprang, Ulrich Schaffhauser sowie Olivier Kraft – gegen ein Team aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern antrat. Für das leibliche Wohl sorgten der Ortenauer Sternekoch Daniel Fehrenbacher und sein Team mit einem eigens für den Abend kreierten Menü.
Den fulminanten Abschluss bildete ein Feuerwerk, gestaltet von langjährigen Herrenknecht-Weggefährten aus dem Schweizer Tunnelbau – eine Reminiszenz an die enge persönliche und unternehmerische Verbundenheit Martin Herrenknechts mit der Schweiz. Es setzte den bewusst „bergmännischen“ Schlusspunkt des Abends.
Mit Erfahrung gewachsen – auf Zukunft ausgerichtet
Die Gäste erlebten einen stimmungsvollen und zugleich sehr persönlichen Abend. Es kam zu zahlreichen Begegnungen langjähriger Weggefährten. Nicht wenige sahen sich nach Jahren wieder und schwelgten in gemeinsamen Erinnerungen. Gleichzeitig richtete sich der Blick immer wieder nach vorne: auf die Herausforderungen von morgen und die Rolle, die Herrenknecht auch künftig bei der Gestaltung moderner Infrastruktur weltweit spielen wird.
So betonte Günther H. Oettinger in seiner Festrede die Bedeutung von Herrenknecht für den Wirtschaftsstandort und würdigte zugleich den anhaltenden Unternehmergeist seines Gründers: „Vor der Leistung von Martin Herrenknecht und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann man nur den Hut ziehen. Herrenknecht steht für technologische Kompetenz und den Willen, auch größte Herausforderungen zu lösen – und dafür, wenn nötig, die entscheidende Extrameile zu gehen“, erklärte Oettinger. „An Martin Herrenknecht bewundere ich besonders seinen unermüdlichen Antrieb, den Status quo immer wieder neu zu hinterfragen und weiterzudenken als manch anderer. Ebenso schätze ich seinen Mut, in der Öffentlichkeit klar Position zu beziehen und Themen anzusprechen, vor denen andere häufig zurückschrecken. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes und den Erhalt von Arbeitsplätzen. Baden-Württemberg und Deutschland können sich glücklich schätzen, ein solches Unternehmen und eine solche Unternehmerpersönlichkeit zu haben – fest in der Heimat verankert und zugleich weltweit Impulse setzend.“
Eben dieser Blick in die Zukunft stand auch für den Firmengründer selbst im Mittelpunkt. In seiner Rede richtete Martin Herrenknecht den Blick selbstbewusst nach vorn: „Der Bedarf an leistungsfähiger Infrastruktur wächst weltweit – für Mobilität, Energie, Wasser und Daten. Viele dieser Lösungen entstehen unter Tage – und wir entwickeln hier in der Ortenau die Technologien dafür. Sei es im zunehmend digitalisierten und automatisierten Tunnelbau oder bei der Erschließung neuer Energiequellen wie der Tiefengeothermie“, erklärte der Firmenchef, der auch zwei Wochen nach seinem 84. Geburtstag voller Tatendrang ist. „Ob Verkehr, Energie oder Versorgung: Die Zukunft entsteht im Untergrund – und wir werden sie weiter entscheidend vorantreiben.“
