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Tunnel Rastatt
Deutschland, Rastatt
2016 – heute

Zwei Herrenknecht-Mixschilde wurden für eine rund 4.000 Meter lange Röhre des zweiröhrigen Tunnels Rastatt eingesetzt. Aktuell ist das Herrenknecht-Mixschild in der Weströhre noch im Einsatz. Der insgesamt 4.270 Meter lange Tunnel ist Bestandteil der Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe – Basel auf der Güterfernverkehrsstrecke zwischen Rotterdam und Genua. Er nimmt in Rastatt den Großteil des Güter- und Fernverkehrs auf und entlastet die Anwohnerinnen und Anwohner deutlich vom Schienenverkehr.

Nach der erfolgreichen Abnahme der ersten TBM im Schwanauer Werk im Dezember 2015 wurde die 93 Meter lange und 2.300 Tonnen schwere Maschine demontiert und zur Startbaugrube in Ötigheim nördlich von Rastatt transportiert, wo sie am 27. Mai 2016 mit dem symbolischen Anstich und der Taufe auf den Namen „Wilhelmine“ den Vortrieb der Oströhre aufnimmt. Auf den Namen „Sybilla Augusta“ wird der zweite Mixschild getauft, der am 27. September 2016 den Vortrieb der parallelen Weströhre startete.

Vor den Tunnelbohrmaschinen lag eine Strecke von rund 4.000 Metern unter dem Stadtgebiet Rastatt durch Grundwasser und Lockergestein. Dabei waren die Gewässer Murg und Federbach sowie die bestehende Rheintalbahn zu unterqueren. In weichen Baugründen, insbesondere mit stark wasserführenden Bodenschichten, sind Herrenknecht-Mixschilde die sicherste und effizienteste Vortriebstechnik. So erreichen die beiden Großdurchmesser-Maschinen Tagesbestleistungen von über 21 bzw. über 23 Metern.

Bis August 2017 absolvierte die TBM in der Oströhre über 98 % der Tunnelstrecke. Am 12. August 2017 kam es im Bereich Rastatt-Niederbühl zu einer Absenkung der Bahngleise, an der Stelle, wo der im Bau befindliche Tunnel die Rheintaltrasse unterquert. Die Tunnelbohrmaschine „Wilhelmine“ hatte diese Stelle bereits untertunnelt und befand sich kurz vor dem Zielpunkt. Zur Wiederertüchtigung der Strecke und weiteren Schadensprävention entschied sich die Deutsche Bahn, den kritischen Tunnelbereich mit Beton zu stabilisieren Die TBM musste dabei in der Oströhre zurückgelassen werden. Nach Erstellung einer großflächigen Betonplatte über Tage wurde die Rheintalbahn am 2. Oktober 2017 wieder in Betrieb genommen.  

Die 2. Tunnelvortriebsmaschine („Sibylla Augusta“, Weströhre) erreichte im Dezember 2017 den Bereich vor der Rheintalbahn. Sie wurde in eine Warteposition gebracht, bis das Verfahren zur Herstellung der westlichen Tunnelröhre unter den Gleisen der Rheintalbahn geklärt ist.

Weitere Projektinformationen und Statusberichte des Bauherrn sind veröffentlicht auf www.karlsruhe-basel.de. 

Datenblatt

Land, Ort

Deutschland, Rastatt

Jahr

2016 – heute

Anwendung

Eisenbahn

Geologie

Weiche Böden:
Lockergestein in Grundwasser

Vortriebslänge

7.908 m

Maschinendaten

2x Mixschild:
Durchmesser: 10.940 mm
Ausbauverfahren: Tübbingausbau
Antriebsleistung: 1.920 kW
Drehmoment: 7.293 kNm

Ihre Ansprechpartner Kontaktieren Sie uns

Jack Brockway Geschäftsführer Herrenknecht Tunnelling Systems USA Inc.
Gerhard Goisser COO Herrenknecht Tunnelling Systems USA, Inc.