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Geschäftsjahr 2014 bringt einen neuen Auftragsrekord

Mit einem Auftragseingang in Höhe von 1,2 Milliarden Euro schloss der Herrenknecht Konzern das Geschäftsjahr 2014 mit neuem Höchstwert ab. Die Unternehmensleistung und der Umsatz stiegen leicht. Weltweite Technologieführerschaft und Innovationskraft von Herrenknecht bewähren sich bei einer Reihe von Pionierprojekten im In- und Ausland.
Schwanau, Deutschland, 8. Juni 2015. Die Geschäfte des Herrenknecht Konzerns nahmen 2014 an Fahrt auf. Eine neue historische Bestmarke erzielte das Unternehmen bei den Auftragseingängen, die im Vergleich zum Vorjahr mit einem Plus von 11,5 Prozent kräftig zulegten. Umsatz und Gesamtleistung im Herrenknecht Konzern wuchsen ebenfalls und lagen zum vierten Mal in Folge über der Milliardengrenze. Auch im ersten Quartal des Jahres 2015 verläuft der Verkauf dynamisch. Einschließlich April konnte Herrenknecht Aufträge in Gesamthöhe von über 500 Millionen Euro abschließen.

Im zurückliegenden Jahr 2014 zog das Geschäft von Herrenknecht in nahezu allen Absatzregionen an. Spitzenreiter im globalen Geschäft war die Vertriebsregion Europa mit einem Auftragseingang von 364 Millionen Euro. Rund ein Drittel aller Bestellungen für Tunnelvortriebstechnik, Zubehör und Serviceleistungen entstammten aus der Region Mittlerer Osten: Utility und Traffic Tunnelling Projekte brachten Herrenknecht dort Aufträge in Höhe von 341 Millionen Euro. Es folgt die Region Asien-Pazifik mit 321 Millionen Euro Ordervolumen. Besonders positiv entwickelten sich die Projektgeschäfte im Bereich von Traffic Tunnelling, der erstmals in der Unternehmensgeschichte Aufträge im Gesamtwert von über 1 Milliarde erzielen konnte. Als größter Geschäftsbereich von Herrenknecht liefert Traffic Tunnelling innovative Vortriebsmaschinen mit einem Durchmesser von mehr als 4,20 Metern, die als Projektunikate vorwiegend zum Bau von Straßen-, Eisenbahn- und Metrotunneln und anderen großformatigen Tunnelsystemen verwendet werden. Der Bereich Utility Tunnelling (Maschinen bis 4,20 Meter Durchmesser) erreichte einen Auftragseingang von 184 Millionen Euro und mit 216 Millionen Euro einen deutlichen Umsatzzuwachs (+ 28,6 Prozent).

Der Konzernumsatz von Herrenknecht lag 2014 insgesamt bei 1,082 Milliarden Euro – drei Prozent über dem Vorjahreswert. Die Gesamtleistung stieg deutlich um 14,3 Prozent und kam auf 1,174 Milliarden Euro. „In einem zunehmend hart umkämpften globalen Projektgeschäft ist das ein respektables Ergebnis“, sagt Unternehmensgründer und Vorstandsvorsitzender Dr.-Ing. E. h. Martin Herrenknecht. Die Gesamtleistung umfasst Bestandsveränderungen von fertigen sowie unfertigen Produkten. Sie beinhaltet Fertigungsleistungen für länger als zwölf Monate laufende Großprojekte, die im Folgejahr abgerechnet werden und im zweistelligen Millionenbereich liegen können.
Zum Jahresende 2014 waren im Herrenknecht Konzern 4.939 Mitarbeiter (inklusive Leiharbeiter) beschäftigt, das sind 365 mehr als zum Vorjahresende. Der Konzern bildet zudem 195 Auszubildende aus, vorwiegend im gewerblichen Bereich. Da der Herrenknecht Konzern ein globales Projektgeschäft in einem hochspezialisierten Nischenmarkt betreibt, spielt die langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen eine besondere Rolle. Kurzfristige Änderungen im Personalbedarf werden insbesondere im Montagebereich und der Fertigung durch flexible Leiharbeitsverträge ausgeglichen.

Herrenknecht ist im Tunnelbaugeschäft als Maschinenlieferant die stärkste globale Marke und ist in den führenden Pionierprojekten involviert. Für den stadtübergreifenden Neubau von vier Metrolinien in Doha, die im Rahmen eines gigantischen Infrastrukturplans bis 2022 fertiggestellt werden, hat Herrenknecht 21 Tunnelvortriebsmaschinen für mehr als 100 Kilometer Tunnel nach Katar geliefert. „Dieses Projekt ist eines der ambitioniertesten Vorhaben weltweit und es wurden bereits beeindruckende Vortriebsergebnisse erzielt“, sagt Dr.-Ing. E. h. Martin Herrenknecht. Das treffe sowohl auf die vorgegebenen Bauzeiten als auch den erforderlichen operativen Fortschritt zu.

Da weltweit immer mehr Mega-Städte entstehen, erweitern Bauherren und Bauunternehmen mit Tunnelbohrern von Herrenknecht auch anderswo systematisch unterirdische Infrastrukturen. Ein Beispiel ist Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur, wo die Arbeiten für ein komplett neues Verkehrssystem laufen. Für den Bau der unterirdischen Abschnitte durch schwierige Geologie mit verkarstetem Kalkstein waren 2014 sechs neu entwickelte Variable-Density-Tunnelbohrmaschinen (Ø 6,62 Meter) von Herrenknecht im Einsatz. Am 21. April 2015 feierte der Bauherr Mass Rapid Transit Corporation Sdn Bhd (MRT Corp) die Fertigstellung der
Tunnelbauarbeiten der ersten Ausbauphase. Die Tunnelbohrmaschinen sind fast universell in Lockergestein einsetzbar und erhöhen deutlich die Flexibilität und Sicherheit – ein entscheidender Innovationsschritt im maschinellen Vortrieb. 

Einen bedeutenden Meilenstein stellt der Bau eines 4,4 Kilometer langen Tunnels für die Wasserversorgung von Las Vegas (USA) dar. Die Verbindung verläuft unter dem Lake Mead - dem größten künstlichen geschaffenen See der Vereinigten Staaten mit einer Tiefe von bis zu 149 Metern. Die maßgeschneiderte Vortriebsmaschine (Multi-Mode-TBM, Ø 7,18 Meter) hielt einem Druck von bis zu 15 Bar sicher stand und stellte damit einen neuen Weltrekord auf. Der am 10. Dezember 2014 erfolgte Durchbruch ist ein weiterer Beleg dafür, dass Herrenknecht die Grenzen der Machbarkeit im Tunnelbau neu setzt.

An einem weiteren bahnbrechenden Projekt ist Herrenknecht im Großraum London beteiligt. Acht Tunnelbohrmaschinen des Konzerns waren beim Bau der Crossrail- Eisenbahnverbindung auf einer Länge von 2x 21 Kilometern im Einsatz. Die Zwillingsröhren führen quer unter dem Stadtzentrum Londons hindurch, auch die Themse wird passiert. Vortriebsleistungen der TBM von bis zu 72 Metern am Tag und umfangreiche Serviceleistungen von Herrenknecht trugen zum Projekterfolg bei. Der Bahnbetrieb soll 2018 starten.

In Europa ist Herrenknecht außerdem am Ausbau der Metro in den Hauptstädten Paris, Moskau und Berlin beteiligt. In Deutschland gewann der Konzern im vergangenen Jahr den Auftrag zur Lieferung der Vortriebsmaschinen zum Bau des 4,3 Kilometer langen Rastatter Eisenbahntunnels, der das gesamte Stadtgebiet unterquert. In das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm ist das Unternehmen mit Maschinen für den Boßler- und den Fildertunnel involviert. Der Vortrieb des Boßlertunnels startete im April 2015. Am Fildertunnel wurde am 16. Mai 2015 bereits der tausendste Tübbingring eingebaut - damit sind 2.000 Meter Tunnel maschinell aufgefahren.

Ihre Ansprechpartner Kontaktieren Sie uns

Jack Brockway Geschäftsführer Herrenknecht Tunnelling Systems USA Inc.
Gerhard Goisser COO Herrenknecht Tunnelling Systems USA, Inc.