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Berlin U5
Deutschland, Berlin
2013 – 2015
U-Bahn-Verlängerung in Deutschlands Hauptstadt

Der Berliner Untergrund stellt hohe Ansprüche an Tunnelbauer und Tunnelbautechnik. Sand, Findlinge und Grundwasser sind die Herausforderung, die beim Bau der neuen Tunnel für die Verlängerung der U-Bahnlinie 5 sicher durchfahren werden müssen.

Bisher endet die U5 von Osten kommend am Alexanderplatz. Ab Brandenburger Tor fährt die Linie U55 bis zum Hauptbahnhof. Den Lückenschluss mitten im Berliner U-Bahn-Netz zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor schafft nunmehr der Neubau. Der Bauherr, die Berliner Verkehrsbetriebe BVG, rechnet auf der neuen Linie mit bis zu 150.000 Fahrgästen pro Tag.

Die beiden parallelen Röhren, jeweils 1,6 Kilometer lang, werden von einem Herrenknecht-Mixschild gebohrt und mit Tübbingen ausgekleidet. Die Maschine S-788 –  Anfang Mai 2013 auf den Namen "Bärlinde" getauft – nimmt im Sommer 2013 die Arbeit auf. Bei Überdeckungen zwischen fünf und 17 Metern führt die Trasse vom Marx-Engels-Forum unter der Spreeinsel und Schlossplatz mit der Nachbarbaustelle des Humboldtforums hindurch, entlang des Boulevards Unter den Linden bis zum Brandenburger Tor. An der Kreuzung zur Friedrichstraße entsteht der Kreuzungsbahnhof "Unter den Linden", der die neue U5 mit der bestehenden U-Bahnlinie 6 verknüpft. Nach dem Vortrieb der ersten und der zweiten Röhre erreicht der Mixschild am 14. Oktober 2015 die Endposition. Der für 2016 geplante Anschluss an den U-Bahnhof Brandenburger Tor wird händisch erstellt.

Für die sichere Unterfahrung von Spree und Spreekanal war vom bauausführenden Unternehmen zunächst eine aufwändige Ballastierung der Gewässersohlen mit 40 Zentimeter dicken Stahlplatten vorgesehen. In innovationsoffener Zusammenarbeit entwickelten Bauherr, bauausführendes Unternehmen, ein Forschungsinstitut sowie der Maschinenhersteller Herrenknecht eine smartere Lösung, die zu einer deutlichen Verbesserung der Einsatzmöglichkeit von Mixschilden für Streckenbereiche mit geringen Überdeckungen geführt hat: Die Maschine fuhr etappenweise mit einer Bentonitsuspension mit erhöhter Dichte (HDSM = High Density Support Medium). Im Vergleich zu herkömmlichen Suspensionen war dadurch bei deutlich höherem übertragbarem Stützdruck die Eindringtiefe in das vor der Maschine liegende Erdreich deutlich reduziert. Dank der eingesetzten HDSM konnte Bärlinde die Spree bei sehr geringer Überdeckung der Flusssohle sicher unterqueren.

Um Umwelt und Stadt zu schonen, erfolgen sowohl die Anlieferung der Maschine als auch der Abtransport des Abraumes per Schiff über die Spree. Zwischen Rathausbrücke und Liebknechtbrücke wurde speziell hierfür ein temporärer Bauhafen angelegt.

Den Tunnel für die U55 vom Hauptbahnhof zum Brandenburger Tor hatte 1998 der Mixschild S-126, ebenfalls von Herrenknecht, aufgefahren. Der U-Bahnhof Brandenburger Tor wurde im Pipe-Arch-Verfahren mithilfe zweier AVN-Maschinen von Herrenknecht erstellt.

www.BVG.de/U5

Einzelne Bilder mit freundlicher Genehmigung der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG).

Datenblatt

Land, Ort

Deutschland, Berlin

Jahr

2013 – 2015

Anwendung

U-Bahn

Geologie

Weiche Böden
Heterogene Böden
Feinsande, Steine und Blöcke, Geschiebemergel, Grundwasser

Vortriebslänge

2.900 m

Maschinendaten

1x Mixschild:
Durchmesser: 6.670 mm
Ausbauverfahren: Tübbingausbau
Antriebsleistung: 450 kW
Drehmoment: 1.950 kNm

Ihre Ansprechpartner Kontaktieren Sie uns

Jack Brockway Geschäftsführer Herrenknecht Tunnelling Systems USA Inc.
Gerhard Goisser COO Herrenknecht Tunnelling Systems USA, Inc.