Diese Website verwendet Cookies. Indem Sie die Website und ihre Angebote nutzen und weiter navigieren, akzeptieren Sie diese Cookies.

Akzeptieren

INELFE
Frankreich, Montesquieu-des-Albères
2012 – 2013
Zwei Doppelschild-Kraftpakete

Die grenzüberschreitenden Stromtrassen, die Spanien mit Frankreich und dem Rest Europas verbinden, müssen dringend ausgebaut werden. Im Fall von Engpässen sowie um die Schwankungen auszugleichen, die sich durch die Nutzung regenerativer Energiequellen ergeben, reichen die Kapazitäten der vier bestehenden Verbindungen nicht aus. Im Rahmen des bi-nationalen Projektes „INELFE“ (INterconexión ELéctrica Francia-España) wird von Baixas bei Perpignan in Frankreich bis Santa Llogaia bei Figueras in Spanien eine 64,5 Kilometer lange, hochmoderne Hochspannungs-Gleichstromübertragungsverbindung (HGÜ, engl. HVDC: high-voltage, direct current) verlegt.

Die Unterquerung der Pyrenäen auf einer Gesamtlänge von 8,2 Kilometern an der katalanischen Mittelmeerküste bohren zwei Doppelschild-TBM von Herrenknecht. „Canigou“ und „Alberas“ sind kompakte Kraftpakete: Mit 1.250 kW Antriebsleistung ausgestattet, verfügen sie über 2.000 kNm Drehmoment bei einem Bohrkopfdurchmesser von 4,3 Metern. Sie sind 301 beziehungsweise 253 Meter lang und 620 Tonnen schwer. Im März und Oktober 2012 stehen die Maschinen vom Typ Doppelschild-TBM vortriebsbereit in ihren Startkavernen. „Alberas“ nimmt den Vortrieb im spanischen La Jonquera auf. „Canigou“ bohrt sich vom französischen Montesquieu-des-Albères der Schwestermaschine entgegen. Die beiden Doppelschild-Kraftpakete treten an, ein ambitioniertes Bauwerk mit anspruchsvollem Terminplan herzustellen.

Im März 2013 erreicht „Canigou“ nach 1,23 Kilometern Vortrieb die Losgrenze von Frankreich kommend unter dem Massif des Albères. Im Schutz eines Tunnelabschnitts in standfestem Fels ohne Tübbingausbau beginnt, betreut durch Spezialisten von Herrenknecht, sofort die Demontage. Bereits am 22. April 2013 fährt „Alberas“ von Spanien kommend nach 7 Kilometern Vortrieb in den von „Canigou“ gebohrten Tunnel ein und der Durchbruch kann groß gefeiert werden. Die beste Bohrleistung des Gesamtprojektes erzielen die Vortriebsmannschaften mit „Alberas“ auf der spanischen Seite: 53,5 Meter pro Tag und bis zu 1.040 Meter gebohrter und ausgebauter Tunnel pro Monat.

Für das Projekt „INELFE“ rüstete Herrenknecht die Nachläufer der beiden Maschinen für eine doppelte Vorratshaltung aus: Logistik und Lagerkapazitäten waren so ausgelegt, dass ständig Tübbinge und Mörtel für zwei Ringbausequenzen auf der Maschine gelagert werden können. So ist das Maschinenpersonal imstande, das Potenzial des Doppelschild-Prinzips ausnutzen, ohne durch mögliche Engpässe bei der Materiallogistik eingeschränkt zu werden. Die einzelnen Komponenten waren so ausgelegt, dass die Maschinen innerhalb des aufgefahrenen Bohrdurchmessers demontiert werden konnten, ohne dass zusätzlich eine Kaverne ausgebrochen werden musste. So kann auch „Alberas“ im gebohrten Tunnel demontiert und in Einzelteilen durch das Nordportal abtransportiert werden.

Der INELFE-Tunnel verläuft weitgehend parallel zum Eisenbahntunnel Le Perthus, der von 2005 bis 2007 mit zwei großen Doppelschild-TBM von Herrenknecht (Ø 9,9 Meter, Gesamtvortriebslänge 16,4 km) gebohrt wurde.

INELFE

Durchbruchsvideo

Datenblatt

Land, Ort

Frankreich, Montesquieu-des-Albères

Jahr

2012 – 2013

Anwendung

Elektrizität

Geologie

Festgestein
Schiefer, Gneis, Diorit, Granit

Vortriebslänge

8.261 m

Maschinendaten

2x Doppelschild-TBM:
Durchmesser: 4.265 mm
Ausbauverfahren: Tübbingausbau
Antriebsleistung: 1.250 kW
Drehmoment: 2.028 kNm

Ihre Ansprechpartner Kontaktieren Sie uns

Jack Brockway Geschäftsführer Herrenknecht Tunnelling Systems USA Inc.
Gerhard Goisser COO Herrenknecht Tunnelling Systems USA, Inc.